Zum Hauptinhalt springen Zum Seiten-Footer springen
^
Sekem Initiative

Die SEKEM Initiative fördert seit 1977 ganzheitlich nachhaltige Entwicklung in Ägypten; in den Bereichen Wirtschaft, Ökologie, Kultur und Gesellschaft. Ende der 60er Jahren verließ der Gründer Ibrahim Abouleish sein Heimatland Ägypten, um in Europa zu studieren. Als er 20 Jahre später zurückkehrte, erkannte er die großen Herausforderungen, mit denen das Land konfrontiert war. Immenses Bevölkerungswachstum, dem weder Wirtschaft noch das soziale System hinterherkamen; über 90 Prozent des Landes bestehen aus unfruchtbarem Wüstenboden. Die zunehmende Wasserknappheit, ineffiziente Landwirtschaft, die starken Auswirkungen des Klimawandels und enorme Umweltverschmutzungen tragen zu einer fortschreitenden Wüstenbildung bei.

Um dem entgegenzuwirken gründete Ibrahim Abouleish 1977 inmitten von trockenem Wüstenland, rund 60 Kilometer nord-östlich von Kairo, die SEKEM Initiative. Eine Gemeinschaft, in der jedes Individuum sein Potential entfalten kann, in der die Menschen in einem lebendigen und lernenden Organismus leben und in der alle wirtschaftlichen Aktivitäten im Einklang mit ökologischen und ethischen Prinzipien durchgeführt werden.

Nachdem die ersten Hektar Wüstenland durch den ganzheitlichen Ansatz der biodynamischen Landwirtschaft, vor allem mit Hilfe natürlichen Komposts, fruchtbar gemacht wurden, folgte der Bau erster Firmen, in denen die landwirtschaftlichen Erzeugnisse verarbeitet werden – zu Lebensmitteln, Arzneimitteln oder auch Textilien. Heute sind die SEKEM-Firmen nicht nur wettbewerbsfähig, sondern sogar Marktführer in verschiedenen Bereichen. SEKEM ist bekannt als Ägyptens Bio-Pionier, exportiert Produkte in die ganze Welt und wurde mehrfach für das faire Geschäftsmodell und soziale Engagement ausgezeichnet.

SEKEM fördert eine geschlossene Wertschöpfungskette – in ganz Ägypten arbeitet die Initiative mit rund 500 Kleinbauern zusammen, die alle nach biologisch-dynamischen Prinzipien Landwirtschaft betreiben. In den SEKEM-Firmen nehmen die Mitarbeiter während der Arbeitszeiten regelmäßig an Fortbildungen und künstlerischen Aktivitäten teil. Dadurch kann sich ihr individuelles Potential entfalten, das soziale Miteinander wird gestärkt, die Zufriedenheit wächst und am Ende steigert sich ihre Leistungsfähigkeit.

Nachhaltige soziale Entwicklung ist aber nur dann möglich, wenn nicht nur aktuelle, sondern auch potentielle zukünftige Mitarbeiter und Mitglieder der Gesellschaft die Chance auf adäquate Bildung haben. So zählen zu SEKEM verschiedene Bildungseinrichtungen, die alle mit einem ganzheitlichen Ansatz lehren. Angefangen von der Kleinkinderbetreuung, über die Schule bis hin zur Berufsausbildung oder Universität. SEKEM bietet jungen Menschen verschiedene Entwicklungswege, auch denen, die es in der Gesellschaft schwieriger haben. In einer heilpädagogischen Einrichtung werden Kinder mit Behinderungen gefördert, ein Berufsbildungszentrum bietet acht verschiedene Ausbildungen und die Heliopolis Universität für nachhaltige Entwicklung lehrt seit 2012 in den Bereichen Pharmazie, Ingenieurwesen und Wirtschaft. Stets werden die Schüler und Studenten von künstlerischen Fächern begleitet. Das unterstützt die individuelle Entwicklung und fördert Kreativität, Innovationsvermögen und den Sinn für soziale Verantwortung.

In den vergangenen 40 Jahren konnte so ein kleines Wunder in der Wüste realisiert werden. Auf ehemaligem Wüstengrund leben, arbeiten und lernen heute über 1500 Menschen. Rund um die SEKEM Farm haben sich dadurch gleichzeitig die gesellschaftlichen und sozialen Verhältnisse für etliche weitere Menschen stetig verbessert. Und durch die Kooperation mit Vertragsbauern in ganz Ägypten profitieren insgesamt rund 40 000 Menschen von dem ganzheitlichen SEKEM-Ansatz.

Weitere Informationen: www.sekem.com

Kontakt
Christine Arlt
Presse­ und Öffentlichkeitsarbeit
E-Mail: christine.arltsekem.LÖSCHEN.com
Tel: 0177 29 34 35 6
www.sekem.com